Wann ist AC-Laden bis 22 kW die richtige Lösung?

AC-Laden eignet sich vor allem für Standorte mit längeren Parkzeiten – etwa Unternehmen, Hotels, Wohnanlagen oder Freizeiteinrichtungen. Ob 11 oder 22 kW je Ladepunkt sinnvoll sind, hängt von Fahrzeugen, Aufenthaltsdauer, Netzanschluss und Lastmanagement ab. DREIVION prüft diese Faktoren und plant daraus eine passende AC-Ladelösung.

Wie AC-Laden funktioniert

Eine AC-Ladestation stellt Wechselstrom bereit. Das Onboard-Ladegerät im Fahrzeug wandelt diesen Strom in Gleichstrom um, den die Batterie speichern kann. Deshalb entscheidet nicht allein die Nennleistung des Ladepunkts darüber, wie schnell geladen wird.

Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladepunkt stellt sicher, dass nur die zulässige Leistung freigegeben wird. Schutztechnik, elektrische Installation und eine fachgerechte Inbetriebnahme bilden die technische Grundlage für einen sicheren Betrieb.

11 oder 22 kW: Welche Leistung kommt wirklich an?

Viele Elektrofahrzeuge können dreiphasig höchstens 11 kW über AC aufnehmen, einige Modelle bis zu 22 kW. Ein Ladepunkt mit 22 kW bedeutet daher nicht automatisch, dass jedes angeschlossene Fahrzeug mit dieser Leistung lädt.

Zusätzlich begrenzen die verfügbare Anschlussleistung, weitere Verbraucher am Gebäude und gleichzeitig aktive Ladepunkte die momentane Leistung. Ein dynamisches Lastmanagement verteilt die vorhandene Energie so, dass der Netzanschluss eingehalten und die Ladeinfrastruktur möglichst gut genutzt wird.

Für welche Standorte AC-Ladelösungen passen

AC-Laden nutzt Zeit, in der ein Fahrzeug ohnehin geparkt ist. Das macht die Technik besonders interessant für Arbeitsplätze, Hotels und Gastronomie, Wohnimmobilien, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Kundenparkplätze mit längerer Verweildauer.

Die Zahl der Ladepunkte sollte nicht pauschal gewählt werden. Belegung, Parkdauer, Nutzergruppen, öffentliche Zugänglichkeit und eine mögliche spätere Erweiterung bestimmen, welche Ausbaustufe wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll ist.

Was vor dem Bau geprüft werden sollte

Eine belastbare Planung verbindet die elektrische Ausgangslage mit der späteren Nutzung. DREIVION betrachtet den Standort deshalb nicht nur aus Sicht der Hardware.

  • verfügbare Anschlussleistung und vorhandene Verteilung
  • Stellplätze, Leitungswege, Tiefbau und Anfahrschutz
  • Zahl der Ladepunkte und gewünschte Erweiterbarkeit
  • Lastmanagement und Einbindung weiterer Verbraucher
  • Zugang, Autorisierung, Abrechnung und Roaming
  • Backend, Monitoring, Wartung und Zuständigkeiten

Von der Standortprüfung zum laufenden Ladepunkt

Am Anfang stehen Nutzungsdaten und eine technische Bestandsaufnahme. Daraus entstehen Leistungskonzept, Hardwareauswahl, Leitungs- und Anschlussplanung sowie ein passendes Betriebsmodell. Nach Abstimmung der Gewerke folgen Installation, Prüfung und Inbetriebnahme.

Für den laufenden Betrieb sind Backend-Anbindung, Abrechnung, Monitoring und ein klarer Serviceweg ebenso wichtig wie der Ladepunkt selbst. Wer diese Punkte früh mitplant, vermeidet spätere Lücken zwischen Technik und Nutzung.

AC-Ladelösungen von DREIVION